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Blauburgunderland. Die Region Klettgau ist eines der schönsten Weinanbaugebiete der Schweiz. Das wussten schon die Römer, die sie in dieser Region bereits Reben gepflanzt haben. Spätestens ab dem Jahr 1100 besass das Schaffhauser Kloster Allerheiligen eigene Reben im Klettgau.

Schaffhausen. Aufgrund ihrer speziellen geografischen Lage oberhalb des Rheinfalls entstand die Stadt Schaffhausen etwa um das Jahr 1000. Zum Leben und Arbeiten bietet sie eine hohe Lebensqualität.

Schönste Rheinstrecke Europas. Die einzigartige Natur zwischen Schaffhausen und Stein am Rhein bietet Lebensraum für viele Tierarten und ist ein beliebtes Naherholungsgebiet.

Stein am Rhein gehört zu den schönsten historischen Städten der Schweiz. Einzigartige Malereien an den Hausfassaden und die Burg Hohenklingen laden zum Verweilen ein.

Das Naturschauspiel Rheinfall zieht jedes Jahr bis zu 2 Millionen Besucher von der ganzen Welt in seinen Bann. Das Kraftfeld der Wassermassen gibt Energie und Lust auf mehr in der Region Schaffhausen.

Interview von Birgitta Willmann Mit Sigi Fischer

«Ziel war es, eine Auswahl dieser Bilder für die digitale Informationsplattform des Kantons Schaffhausen bereitzustellen»

Der Filmer und Fotograf Sigi Fischer hat während fünf Jahren die Region Schaffhausen fotografiert und inventarisiert und das gewaltige Bildarchiv und Zeitdokument erweitert.

 

 

Sigi Fischer, was verleitet Sie dazu, in jahrelanger Arbeit den Kanton Schaffhausen zu fotografieren?

Ich lebte in unterschiedlichen Ländern und reise viel. Das schärft den Blick. Kommt man von aussen, sieht man das Spezielle eines lokalen Motivs vielleicht leichter als der Einheimische, der den Anblick ja gewohnt ist.

 

Und? Was ist hier ganz besonders?

Ich lebte vorher im Kanton Schwyz, also im Herzen der Schweiz. Das ist etwas total anderes als der Randkanton Schaffhausen mit seinem bunten Mikro-Kosmos. Die Durchmischung der Kulturen der Bevölkerung im Grenzland ergibt ein lebendiges, multikulturelles Lebensgefühl. Die Lebensqualität ist dank Rhein und Randen enorm hoch.

 

Gab es konkrete Vorgaben bei der Wahl der Motive?

Ja, natürlich. Gewünscht war, die Vielseitigkeit der Region bildlich festhalten. Da ist im Grunde alles wichtig: Gebäude, Menschen, Landschaften, Ereignisse… Sie können die Aufzählung beliebig fortführen. 2014 begannen wir, jede Gemeinde, jeden Ort bei jedem Sonnenstand und in unterschiedlichsten Wetterlagen zu fotografieren. Ich war ständig unterwegs, bei Anlässen und an Sonn- und Feiertagen, im Morgengrauen oder bei Schnee.

 

Und wozu das Ganze?

Ziel war es, eine Auswahl dieser Bilder für die digitale Informationsplattform des Kantons Schaffhausen bereitzustellen. Die Fotos der Bilddatenbank haben eine hohe Auflösung und jede Behörde kann sie einfach finden und vielseitig nutzen. Man gibt einfach einen Begriff zum gesuchten Motiv ein und schon erscheint eine Auswahl an Bildern.

 

Wofür?

Die Gesamtqualität des Auftritts der Behörde wird durch eine hohe Bildqualität und einen klaren Stil unterstützt. Ich denke, das gibt den Nutzern ein gutes Gefühl und fördert das Vertrauen in die Behörde. Zudem können im Rahmen der digitalen Plattform auch Gelder gespart werden. Bei der Bildersuche kann bei 200 Mitarbeitenden pro Stunde rund ein Monatslohn eingespart werden. So ist nach ein paar eingesparten Stunden die Investition bereits amortisiert.

 

Sie haben im Laufe von fünf Jahren 100'000 Fotos geschossen und inventarisiert. Worin lagen die Herausforderungen dieser Arbeit?

Allein wegen der Dimension des Projekts mussten wir neue Wege gehen. Wir haben vorausschauend Bildthemen festgelegt und überlegt, wie wir für die Mitarbeitenden der Behörde die Tausenden von Bildern leicht zugänglich bereitstellen können. Immer mit dem Ziel, dass sie beim Finden und Einsetzen in ihre Webauftritte Zeit sparen können. Hätten wir in eine falsche Richtung geplant, wäre der Aufwand schnell um das Zehnfache gestiegen.

 

Und jetzt sind alle 100'000 Bilder verfügbar?

Nein, wir haben eine Bildauswahl von etwa 4'000 Bildern getroffen, in die digitale Informationsplattform eingepflegt und mit über 50'000 Tags suchoptimiert aufbereitet. So können die über 200 Fachredaktoren – Mitarbeitende der Behörde – heute Bilder aus der Region zu verschiedenen Themen direkt beim Erstellen oder Anpassen Ihres Webauftritts aus der verknüpften Bilddatenbank einsetzen. Über eine interne Suchmaschine werden die Bilder einfach gefunden und der Ausschnitt direkt im integrierten digitalen Bildeditor festgelegt.

 

Diese Bilddatenbank ist zugleich auch ein Zeitdokument der Region Schaffhausen?

Ja, das stimmt tatsächlich. Und sie ist gleichzeitig auch ein zentrales Bildarchiv. Das bedeutet, die Behörde muss keine eigenen Archive mehr erstellen. Auch das spart Kosten.

 

Ihr Eindruck nach all den Jahren?

Beindruckend, was hier erreicht wurde. Ich bin froh und natürlich auch ein bisschen stolz, dass ich auf diesen ganz neuen Wegen mitwirken durfte.

 

 

 

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